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 KGNM-Musikfest 14.-22. Mai 2004

 

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Einführung (Egbert Hiller KGNM-Programmgruppe)

Nach einer Pause von sieben Jahren setzt die Kölner Gesellschaft für Neue Musik (KGNM) die fast vergessene Tradition mehrtägiger Musikfeste fort. Damit verwirklicht der 2002 neu gewählte Vorstand eines seiner Hauptanliegen, um Potenzial, Vielfalt und neueste Entwicklungen der zeitgenössischen Musik-Szene Kölns aufzuzeigen. Mehrere Generationen "kommen zu Wort", und  in mannigfaltigen Besetzungen werden die unterschiedlichsten kompositorischen Konzepte hör- und sichtbar. Dass diese "Kölner Szene", wie das kulturelle Leben der Stadt überhaupt, auch von "Immigranten" maßgeblich bereichert wird, verdeutlichen die ersten beiden Abende.

Eröffnet wird die Konzert-Serie am 14. Mai im Japanischen Kulturinstitut mit Werken von japanischen, taiwanesischen, kroatischen und  deutschen Komponisten.

Der zweite Abend beginnt in der Alten Feuerwache mit einem prägnanten Werk des Brasilianers Paulo Chagas: "Bonfin" für zwei Schlagzeuger und Elektronik. Einen weiteren Schwerpunkt bildet Musik des kürzlich verstorbenen, aus Bulgarien stammenden Komponisten Bojidar Dimov, der in seinen "Brahms-" und "Debussy-Ritualen"  über die abendländische Tonkunst reflektiert. Bezug auf diese Tradition nimmt auch der Kölner Martin Lennartz in seinem Trio "Mit Ernst o Bach", während Georg Heike in "Studie IV" für Klavier strukturelle Aspekte in den Vordergrund rückt.
Mit dem bislang noch unaufgeführten Kapitel IV aus "Fa:m' Ahniesgwow" (1959) von Hans G Helms spüren die "Ästhetischen Phonetiker" der Sprache und ihren Konnotationen und Assoziationen nach. Und dass Sprache, zumal im Kontext der Erforschung weithin unbekannter oder in Vergessenheit geratener (Sprach-)Kulturen, noch heute ein spannendes "Sujet" ist, demonstrieren die "Phonetiker" in "Zhurjanski" aus den "SprachProben" von Harald Muenz.

Ganz andere Akzente setzt das dritte Konzert, in dem Solostücke dominieren, die strukturbetonte Gestaltung mit breitem Klang- und Ausdrucksspektrum vereinen: Georg Krölls "Solopartien" für Flöte, die Camilla Hoitenga zu Ehren von dessen 70. Geburtstag interpretieren wird, Friedrich Jaeckers "Dorn" für Viola, Thomas Bruttgers "Effervescense" für Akkordeon, Hans-Ulrich Humperts "Flötenstück" und Albrecht Zummachs "Zwei Königskinder" für Violine. Da fallen "Palimpsest" für Mezzosopran, E-Gitarre und Tenorsaxofon von Michael Barolsky, der auf das Wort als Grundlage komplexer musikalischer Prozesse zurückgreift, und Manfred Niehaus' humorvolles "Etwas" für zwei Diskantzithern (nicht nur) hinsichtlich der Besetzung "etwas" aus dem Rahmen.

Der vierte und letzte Abend steht  im Zeichen des (imaginär) Szenischen: in Klarenz Barlows "Ludus ragalis", Thomas Witzmanns "Ersatz" und Bettina Wenzels "Insoluble". Mehr an das geistige Auge wenden sich hingegen, mit kontrastierenden Ausdruckssphären für Flöte, Michael Veltmans "Suite" und Matthias Spahlingers "nah, getrennt". Der Kreis schließt sich mit dem kroatischen Komponisten Silvio Foretic, der in "Am schönen braunen Rhein" für Salonorchester der Lebensader seiner Wahlheimat durchaus doppelbödig Referenz erweist.

 

Freitag, 14. Mai 2004 - 19 Uhr
Japanisches Kulturinstitut

Eröffnungskonzert

Werke von
Noriko Kawakami, Chao-Ming Tung, Shoko Shida, Silvio Foretic, Johannes Fritsch

 

Die weiteren Konzerte:

Donnerstag, 20. Mai 2004 - Samstag, 22. Mai 2004
jeweils 20 Uhr
ALTE FEUERWACHE - Melchiorstr.3

 

Donnerstag, 20. Mai 2004

Werke von
Paolo Chagas, Bojidar  Dimov, Georg Kröll, Martin Lennartz, Georg Heike, Hans G. Helms, Michael Denhoff, Harald Münz, Hartmut Schulz

 

Freitag, 21. Mai 2004

Werke von
Friedrich Jaecker, Michael Barolsky, Georg Kröll, Thomas Bruttger, Hans U. Humpert, Albrecht Zummach, Manfred Niehaus

 

Samstag, 22. Mai 2004

Werke von
Michael Veltman, Klarenz Barlow, Thomas Witzmann, Andreas Wagner, Bettina Wenzel, Mathias Spahlinger, Tom  Johnson, Silvio Foretic

 

Mit freundlicher Unterstützung von
SK-STIFTUNG KULTUR und KULTURAMT DER STADT KÖLN

 


Anfragen und Vorschläge:
info@klang-koeln.de