|
Am Freitag, 17.
Oktober 2008, um 20:00 Uhr, erklang wieder ein Konzert aus unserer Reihe der „Time Warp
Concerts“, die wir im Rahmen des von der Bundeskulturstiftung geförderten Netzwerks Neue Musik unter dem Dach des
Kölner Trägervereins ON – Neue Musik Köln
veranstalten. Wir gehören mit dieser Konzertreihe der Sektion „Neue Musik
plus“ an, denn wir wollen in jährlich zwei Konzerten Alte Musik und Neue Musik
in unterschiedlichen, möglichst aufregenden Konstellationen aufeinander treffen
lassen.
Dies gilt wohl uneingeschränkt und in besonderem
Maße für das zurückliegende Konzert, das zwei Instrumente zusammen brachte, die auf den
ersten Blick höchst unterschiedlich, tatsächlich aber engste Verwandte sind: Hackbrett und Hammerklavier nutzen ähnliche Materialien und Techniken zur
Klangerzeugung, sind sich klanglich näher als man vermuten möchte - und
gerieten gemeinsam mit der Entwicklung des modernen Klaviers bzw.
Konzertflügels in Vergessenheit.
Unser Konzert rief dies in Erinnerung,
stellte die beiden Instrumente einander gegenüber und präsentierte sie im Kontext ihrer
musikgeschichtlichen Entwicklung. Dazu haben wir ebenso renommierte wie
virtuose Fürsprecher gewinnen können: Das Hammerklavier wurde vertreten durch Gerald Hambitzer, Professor an der
Kölner Musikhochschule und einer der international führenden Virtuosen auf dem Hammerklavier;
das Cimbalom wurde uns vorgestellt durch Eniko
Ginzery, die vielfach ausgezeichnete ungarische Instrumentalistin, die mit
ihrem hochvirtuosen Spiel auf den Konzertbühnen in aller Welt für das Cimbalom
eintritt. Sie wurde unterstützt von der Geigerin Mariko Matsumoto, mit der sie die
kammermusikalische Seite des Cimbalom ausleuchtete.
Zur Aufführung kamen dabei sowohl Werke aus der
Vorklassik als auch zeitgenössische Kompositionen. Während uns das
Hammerklavier mit Carl Philipp Emmanuel
Bach einen Komponisten entdecken liess, dessen Originalität in seiner Zeit
wohl einzigartig war (nicht zuletzt stammt von ihm eines der wenigen Duos für Hammerklavier und Hackbrett!),
stellte das Hackbrett unter Beweis, das es unter zeitgenössischen Komponisten
einen Teil seiner früheren Beliebtheit wieder zurückerobert hat – nämlich mit Werken von György Kurtág, István Láng, und Hans
Joachim Hespos.
Die Time Warp Concerts sind eine Konzertreihe im Rahmen von ON – Neue Musik Köln und werden sowohl
von der Bundeskulturstiftung als auch vom Kulturamt
der Stadt Köln und von der RheinEnergie
Stiftung Kultur gefördert.

Am
Freitag, 25. April 2008, 20:00 Uhr, spielte das e-mex neue musik ensemble in
großer Besetzung auf. Unter der Leitung von Christoph Maria Wagner
standen im
ersten Teil Vokalzyklen für Sopran und Ensemble von Sascha Dragicevic
und
Christoph Maria Wagner auf dem Programm. Als Solistin konnten wir unser
langjähriges Mitglied Marlene Mild gewinnen, die unlängst an der Oper
Nürnberg als
Melusine in der gleichnamigen Oper
von Aribert Reimann einen bundesweit viel beachteten Erfolg feierte.
Die Stücke
von Dragicevic und Wagner sind musikalische Auseinandersetzungen mit
der
französischen Schule der Musique spectrale. Zwei Werke von Komponisten,
die den
so genannten Spektralismus wesentlich mitgeprägt haben, standen deshalb
am
Anfang und am Schluss dieses Konzertes. Vom Franco-Kanadier Claude
Vivier war zu Beginn das Klavierstück Pianoforte
zu hören. Die zweite Konzerthälfte war dem großartigen Vortex
Temporum für Klavier und Quintett gewidmet. Inmitten dieses Wirbels der Zeiten steht
der virtuose
Klavierpart, der von Martin von der Heydt gespielt wurde.
Am
Sonntag, 4. Mai 2008, erneut um 20:00 Uhr, begann unsere
Reihe der „Time Warp Concerts“, die wir im Rahmen des von der
Bundeskulturstiftung geförderten Netzwerks
Neue Musik unter dem Dach des Kölner Trägervereins ON
– Neue Musik Köln veranstalten. Wir gehören mit dieser
Konzertreihe der Sektion „Neue Musik plus“ an, denn wir wollen in
jährlich zwei
Konzerten Alte Musik und Neue Musik in unterschiedlichen, möglichst
aufregenden
Konstellationen aufeinander treffen lassen. Für das erste Konzert
konnten wir
das Ensemble Flautando Köln
gewinnen. Das renommierte Blockflötenquartett ist vor allem für seine
virtuosen, frischen und frechen Interpretationen der Musik zwischen
Hildegard
von Bingen und Johann Sebastian Bach bekannt. Seit Jahren lassen sich
die vier
Musikerinnen jedoch auch von zeitgenössischen Komponisten neue Werke
schreiben
– trotz des hartnäckigen Desinteresses von Seiten der allermeisten
Veranstalter. Für unser Konzert am 4. Mai rückte Flautando
Köln erstmals eine Auswahl seines zeitgenössischen
Repertoires in den Mittelpunkt des Programm und stellte jedem Stück
eines
lebenden Komponisten ein Werk eines im Schnitt bereits seit 600 Jahren
verblichenen Kollegen gegenüber. Da die Damen hier mit Sachverstand und
Geschick vorgingen ergaben sich daraus überraschende Einblicke in die
musikalischen Strukturen. Ein ästhetischer Dialog über Jahrhunderte
hinweg –
und ein Ohrenschmaus für alle, die jetzt und heute dabei dabei waren.
Die Time Warp Concerts sind ein Konzertprojekt im
Rahmen von ON – Neue Musik Köln und
werden sowohl von der Bundeskulturstiftung/Netzwerk Neue Musik
als auch vom Kulturamt der Stadt Köln und von der RheinEnergie Stiftung Kultur gefördert.

Mit
herzlichen Grüssen und in der
Hoffnung, Sie bei einem der kommenden Konzerte begrüßen zu dürfen
In Memoriam
- Ein Konzert zum Totensonntag „In Memoriam“ überschreiben Sven Polkötter
(Schlagzeug) und Marc Awolin (Klavier)
ihr außergewöhnliches Duo-Programm für Schlagzeug und Klavier. Nicht ohne Grund
fällt der Abend zeitlich in das Umfeld des Totensonntags, denn die Werke des
Programms sind dem Gedenken an in den letzten beiden Jahrzehnten verstorbene
Musiker gewidmet oder thematisieren in anderer Weise Tod
und Vergänglichkeit. Das Konzert mit Werken von Peter Eötvös,
Steingrimur Rohloff, Peter Jan Wagemanns
und Marc Awolin können Sie hören
am Montag, 26. November 2007 - ab
20.30 Uhr im Loft (Wissmannstraße
30, 50823 Köln).
Am Freitag, 16. März 2007, haben wir ab 19:30 Uhr
in der Aula des Apostelgymnasiums (Biggestr. 2, Köln) unserem im
vergangenen Jahr verstorbenen Mitglied Lebrecht Hoffmeyer gedacht. Und
zwar in einer Weise, die Lebrecht Hoffmeyer sicher gefallen hätte: mit Musik
von Komponisten die er schätzte (Leos Janacek, Stefan Thomas und Christoph Maria
Wagner), mit instrumentalen und vokalen Kompositionen von Lebrecht Hoffmeyer
selber und mit einer ihm gewidmeten Kammerkantate von Ferdinand Henkemeyer. Es
spielte das Ensemble Klang Köln, es sang die Cappella Cöln, die Leitung hatte
Ferdinand Henkemeyer.
Am Donnerstag, 29. März
2007, gastierte um 20:00 Uhr das Trio Okazaki im Loft
(Wißmannstr. 30, Köln) und beehrte Klang Köln nun bereits
zum dritten Mal mit einem
Besuch. Gemeinsam mit der Pianistin Etsuko Okazaki und dem Fagottisten
Koji Okazaki (Solo-Fagottist des NHK-Symphonieorchesters, Tokio) war
diesmal der renommierte ungarische Oboist Jósef Kiss zu
hören. In
unterschiedlichen Besetzungen (solistisch, Duo und Trio) erklangen Werke aus vier
Jahrhunderten von Attila Bozay, Aangelo
Morigi, Wolfgang Amadeus Mozart, Françis Poulenc, György Ránki und
Robert Schumann sowie die Uraufführung eines speziell für die diesjährige
Tournee in Auftrag gegebenen Trios unseres Mitglieds Christoph Maria Wagner. Virtuosität und musikalische
Substanz trafen sich bei diesem Abend auf höchstem Niveau !.
«`Ηδιστόν ’ακουσμα –
hädiston akousma»
Unter diesem griechischem Motto
- auf deutsch ungefähr: "Schöner Hören!"
- stand unser letztes Konzert im Jahr 2006:
Donnerstag,
14. Dezember 2006 - 20:30 Uhr
Loft
– Wißmann Str. 30 – 50823 Köln
Eintritt:
10,-/7,50 Euro
«`Ηδιστόν ’ακουσμα –
hädiston akousma»
Neue
Musik für Flöte, Violoncello und Klavier
Trio
IAMA
Jannis
Anissegos, Flöte
Maria Anissegou, Cello - Antonis Anissegos, Klavier
Werke
von Antonis Anissegos, Sascha Dragicevic,
Dieter Hermsdorf,
Johannes Quint,
Steingrimur Rohloff, Stefan Thomas und Christoph Maria
Wagner
Die Geschwister
Anissegos, in Thessaloniki geboren, haben ihre musikalische Ausbildung
gemeinsam in Griechenland begonnen, bis ihre außergewöhnliche Begabung
sie zunächst über ganz Europa zerstreute: Athen, Budapest, Wien,
Würzburg, Leipzig, Köln, London sind einige der Stationen, an denen
sich die drei Ausnahmemusiker, zumeist gefördert durch renommierte
Stipendien, den letzten Schliff holten, bevor sie sich in Berlin -
neben ihren solistischen Aktivitäten - wieder zu einem festen Trio
zusammenfanden. Unter dem Namen Trio IAMA beschäftigen sich die drei
vielfach ausgezeichneten Künstler vor allem mit der zeitgenössischen
Musik - und zwar mit der gesamten Bandbreite, die für ihre Besetzung
möglich ist. Nicht umsonst legt das Trio darauf Wert, in der Neuen
Musik vor allem originelle Ausdrucksformen zu suchen. Aus diesem Grund
sucht das Ensemble den persönlichen und ständigen Kontakt zu jungen
Komponisten, um sich Werke auf den Leib schneidern zu lassen.
Genau dies war auch bei unserem Konzert der Fall: hier trafen sich
Komponisten aus Köln (Sascha Dragicevic,
Steingrimur
Rohloff, Stefan Thomas, Christoph Maria
Wagner)und Frankfurt (Dieter Hermsdorf, Johannes
Quint) in dem Bemühen, den
Wunsch nach Originalität des Trio IAMA zu befriedigen. Darüber konnten
wir uns nur freuen, denn der Abend wurde dadurch ungemein kurzweilig und
abwechslungsreich - mit insgesamt sieben Werken, die alle in
den letzten drei Jahren geschrieben wurden, darunter vier
Uraufführungen.
Wir danken der SK
Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn für die großzügige Unterstützung.
Klang-Köln
Kammermusikkontraste in der Kölner Musiknacht
Wie schon im letzten Jahr beteiligte
sich Klang-Köln auch am Samstag, 14.
Oktober 2006, an der diesjährigen langen Kölner
Musiknacht mit einem Kammermusikprogramm in der Aula von St. Aposteln.
Die Klang-Köln Musiker Katharina
Hess (Blockflöte), Kalina Kolarova (Violine), Filine
Precht (Traversflöte), Claudia Schott (Klavier),
Elisabeth Wand (Violoncello), Stefan Thomas (Cembalo)
und Christoph Maria Wagner (Klavier) boten einen unterhaltsamen
Mix an "Kammermusikkontrasten"
aus vier Jahrhunderten, bei dem die Musik unseres
Jahrhunderts nicht zu kurz kam. Auf dem Programm stand
Claude Debussys Violinsonate, eine Triosonate
für Blockflöte, Traversflöte und Cembalo
von Johann Joachim Quantz, ein neues Klavierstück
von Christoph Maria Wagner sowie der famose Klavierzyklus
"Mana" von Andrè Jolivet, der
bereits bei unserem letztjährigen Jolivet-Portraitkonzert
für Furore sorgte.
Zuvor, ab 22 Uhr, spielte in der
Aula von St. Aposteln auch das dem Verein
seit langem freundschaftlich verbundenen Trio e-mex
mit ihrem Programm "Kölner
Komponisten und Aliens". Joachim
Striepens (Klarinette), Burkhart Zellen (Violoncello)
und Martin van der Heydt (Klavier) führten darin Werke
der Klang-Kölner Komponisten Stefan Thomas
(sein Klarinettentrio "Ernste Gesänge")
und Christoph Maria Wagner sowie der "Aliens"
(=Nicht-Kölner) Gordon Kampe und Yasuko
Yamaguchi auf.
Vierteltöniges
für zwei Klaviere!
Am 14. September 2006, um 20 Uhr, fand im Klavierhaus
Then (Wormser Str. 41-43, 50677 Köln) ein besonderes
Klang-Köln-Konzert statt, das in ungewohnte
Klangwelten entführte: Stefan Thomas und Frank
Zabel stellten an zwei im Viertetonabstand gestimmten
Flügeln Musik im Vierteltonsystem vor. Dabei
erklangen Werke von Iwan Wischnegradski, Claude
Debussy, Hans Peter Reutter, Stefan Thomas, Charles Ives, Igor Strawinski und
Frank Zabel.
Die sog. wohltemperierte Stimmung, auf der
unser Tonsystem in nahezu unveränderter Form seit 250 Jahren basiert, wurde
schon oft von Komponisten, Musik- und Naturwissenschafltern als die best
mögliche Lösung bezweifelt.
Schon Ferrucio Busoni schwärmte in seiner Schrift
„Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst“ von den Möglichkeiten der weiteren
Unterteilungen des Halbtonschrittes. Die Komponisten Alois Haba, Willy
Möllendorf und Iwan Wischnegradski regten 1911 den Bau eines Vierteltonharmoniums
an und beauftragten 1923 die Firma Förster mit dem Bau eines Vierteltonflügels.
Doch dieses Instrument, das auch eine Umstellung der Klaviertechnik erfordert,
konnte sich nicht richtig durchsetzen.
Um nicht das herkömmliche Instrumentarium
vollständig verwerfen oder umbauen zu müssen (letzteren Weg ging Alois Haba,
wenn er nicht für Streicher komponierte),
fand der Komponist Iwan Wischnegradski die praktikablere Lösung, ein
zweites Klavier um einen Viertelton herab zu stimmen.
Das Konzert stellte Werke für diese
Besetzung in den Mittelpunkt, zeigte aber auch die ästhetischen Wurzeln des
mikrotonalen Denkens auf.
Bei Wischnegradski (1893-1979), der als junger
Mann stark unter dem Einfluss Skrjabins stand, ist die Vierteltonmusik eine
mögliche Umsetzung der Idee der Ultrachromatik. Charles Ives „Three quarter-tone pieces“ sind eine Studie
in übersteigerter Alterationsharmonik und auf dem Prinzip der Equidistanz
basierenden Akkorde, beides Tendenzen, die schon die Harmonik der Spätromantik
und des Impressionismus prägten. Neben Skrjabin war es nicht zuletzt Claude
Debussy, der in seinem Werk ganz ähnliche Tendenzen verfolgte, wenngleich sie
sich auf das herkömmliche chromatische System beschränken. Gleichfalls auf der
Grundlage der normalen chromatischen Stimmung experimentierte auch Igor
Strawinski mit harmonischen Erweiterungen. Werke dieser beiden Komponisten der
klassischen Moderne ergänzten das Programm und markierten gewissermaßen den
Ausgangspunkt für die Erweiterung des Tonraums jenseits der wohltemperierten
Stimmung.
Delos Trio - eine vergessene
Besetzung in neuem Licht
Am Donnerstag, 15. Juni 2006,
um 20 Uhr, präsentierte das Kölner
Delos Trio in der Alten Feuerwache eine
aus der Mode gekommene Besetzung: auf dem
Programm standen Werke für Violine,
Violoncello und Gitarre von
Joseph Haydn, Dietmar Berger, Niccolò Paganini,
Stefan Thomas, Wolfgang Fortner, Hans Werner Henze und Klaus Hinrich
Stahmer.
Cellyrics
- eine konzertante Lesung !
Die erste Veranstaltung
in diesem Jahr fand parallel zur LitCologne statt
und war folglich der Begegnung von Literatur und Musik
gewidmet. Am Samstag, 18. März 2006, um 20 Uhr,
begegneten sich unter dem Titel Cellyrics stellvertretend
für ihre Künste die Violoncellistin Arabella
Ristenpart und die Schauspielerin Sybille J.
Schedwill (nicht wie ursprünglich angekündigt
Caroline Schreiber, die wegen Erkrankung leider
absagen musste. Wir freuen uns aber, mit Sybille Schedwill
eine ebenso profilierte Künstlerin gewonnen zu
haben und danken ihr für die engagierte Bereitschaft,
das Projekt zu zu übernehmen).
Der Abend fand mitten in der Kölner Innenstadt,
nämlich auf der Schildergasse, im Cafe Stanton an
der Antoniterkirche, statt. Dank der großzügigen
Unterstützung durch die SK Stiftung Kultur bei freiem Eintritt
!
Die beiden renommierten,
in Köln lebenden Künstlerinnen liessen in ihrem Programm Musik und
Literatur nicht nur aufeinander treffen, sondern strebten eine enge
Verschränkung von Tonkunst und Wortkunst an, wie sie in dieser Form selten
geboten wird. Sie konnten Musik des 20. Jahrhunderts hören, die unmittelbar von
lyrischen Texten inspiriert wurde, und es kamen Texte zum Vortrag, deren Auswahl in Auseinandersetzung mit den Musikstücken erfolgte. Mit
anderen Worten: Rezitation und Instrumentalmusik ergänzten einander, durchdrangen
sich kammermusikalisch und setzten sich gegenseitig ins Licht.
Auf dem musikalischen
Programm standen einige Leckerbissen der Solo-Literatur
für Violoncello des 20. Jahrhunderts: die Suite
op.84 von Ernst Krenek (1939), die Sonate von Jürg
Baur (1994), Auszüge aus den 24 Preludes für
Violoncello Solo von Mirko Dorner (1970/71) sowie die
Fünf Cellostücke auf Texte von Albert Ostermaier
von Stefan Thomas (1992). Als literarische Pendants
wurden neben der sprachgewitzten Lyrik Albert Ostermaiers
vor allem Gedichte von Else Lasker-Schüler und
Ernst Jandl ausgewählt.
Wir erlebten
keine melodramatische Inszenierung,
sondern einen musikliterarischen Dialog des Duos Sybille
Schedwill & Arabella Ristenpart!
Viele Grüsse und weiterhin
neugierige Ohren
wünscht Ihnen
Ihr
KLANG-köln e.V.
Unsere
Veranstaltungen im Spätsommer 2005
Nach längerer Vorbereitungszeit und einigen Schwierigkeiten
können wir Ihnen jetzt endlich die genauen Termine
der letzten drei Klang-Köln-Konzerte des Jahres
2005 nennen:
Am Freitag, 23. September 2005, 20:00
Uhr,
gratulieren wir André Jolivet zum Hundertsten
mit einer "Hommage à André Jolivet".
Das Portraitkonzert mit Kammermusik aus allen Schaffensphasen
des französischen Meisters findet um 20:00 Uhr
im Kleinen Sendesaal des WDR statt. Neben dem Quatuor
Manfred werden Barbara Rosnitschek (Flöte),
Nangialai Nashir (Gitarre) und Christoph Maria
Wagner (Klavier) zu hören sein. Nähere
Informationen finden Sie hier.
Programmdetails finden Sie hier
Ein neugegründetes Bläserensemble stellt sich
Ihnen am Mittwoch, 28. September 2005
um 20:00 Uhr in der Alten Feuerwache vor:
"4 Winds" nennt sich das
Querflöten-Quartett mit Irina Mahlmann, Lisa Merschmeier, Cathrin Pohl und Filine
Precht, die ihr Debütprogramm mit Werken für ein bis vier Flöten
von unter anderen Kurt Hessenberg,
Isang Yun, Goffredo Petrassi, Stefan Thomas und Thomas Witzmann zu Gehör bringen werden.
Zur Kölner
Musiknacht 2005, am Samstag, 22. Oktober 2005,
tritt Klang-Köln um 20:00 Uhr in der Alten Feuerwache
mit einem Themenabend an, der in Zusammenhang mit dem Festival "Neuer Orient" der Arbeitsgemeinschaft "Rhein" der
Städte Köln, Bonn, Duisburg und Düsseldorf steht. Mit "Stimmungen"
werden sich die Musiker befassen, und zwar mit nicht-temperierten oder
zumindest nicht "wohl-temperierten" Tonsystemen aus Vergangenheit und
Gegenwart, aus Orient und Okzident. Neben Werken der Renaissance von "vor-wohltemperierten"
Komponisten wie Giovanni Paolo Cima und John Bull erklingen Kompositionen von Sascha Dragicevic, Stefan Thomas und Christoph
Maria Wagner, die aus heutiger Sicht das temperierte System in Frage
stellen und nicht-temperierte Skalen verwenden. Im Kontrast zu dieser
europäischen Kunstmusik steht die arabische Folklore, die gleichfalls mit
Tonsystemen und Skalen arbeitet, die jenseits des temperierten Modells stehen.
Das Trio Ourouk wird uns diese Musik
mit seinem Beitrag zum Konzert näher bringen und man darf gespannt sein, auf
die eventuellen Querverbindungen, aber auch auf die Andersartigkeit im Umgang
mit dem Tonraum, die aus dieser Gegenüberstellung resultieren werden.
Hommage à André
Jolivet
In Zusammenarbeit mit dem WDR und dem
Kölner Institut français nehmen
wir den 100. Geburtstag des
französischen Komponisten André Jolivet zum
Anlaß, um Ihnen diesen in Deutschland noch immer
zu Unrecht wenig beachteten Meister vorstellen: Am Freitag,
23. September 2005, 20:00 Uhr, im Kleinen Sendesaal des WDR
(Wallrafplatz), widmen wir Jolivet ein Portraitkonzert
mit zentralen Kammermusik-Werken aus verschiedenen Schaffensphasen.
Die erste Konzerthälfte wird vom
Quatuor Manfred bestritten, das eine absolute Rarität zur Aufführung bringen wird:
Jolivets Streichquartett aus dem Jahr 1934, ein Schlüsselwerk, in dem sich der
Komponist erstmals deutlich von der Tradition löste und zu seinem eigenen Stil
fand. Das bislang nicht auf Tonträger dokumentierte Werk wird der WDR auch
parallel im Studio produzieren, so dass
wir auf ein hochkarätiges und gut vorbereitetes Streichquartett hoffen können. Mit
Albert Roussels Streichquartett op. 45 aus dem Jahr
1932 erklingt zudem ein apartes Werk, das das künstlerische
Umfeld markiert, von dem Jolivet ausgeht.
Der
zweite Teil des Abends ist Werken der Reifezeit Jolivets gewidmet und wird von den
Klang-Köln-Musikern Barbara Rosnitschek (Flöte),
Nangialai Nashir (Gitarre) und Christoph Maria Wagner (Klavier)
dargeboten, die sich mit grossem Engagement diesem weithin unbekannten, aber
ungemein dankbaren Repertoire widmen. Zu hören sein werden der von Olivier
Messiaen hochgelobte Klavierzyklus "Mana"
aus dem Jahr 1935, die virtuose Sonate für Flöte
und Klavier von 1958 und das anspruchsvolle Gitarren-Solo
"Tombeau de Robert de Viseé" aus dem
Jahr 1967. Weitere Programmdetails finden Sie hier.
Aachener
Kammerchor und Rascher-Saxophonquartett
spielen Stefan Thomas:
"Zeit(t)räume" uraufgeführt
Ein ungewöhnliches neues
Werk von
Klang-Köln-Mitglied Stefan Thomas kam am11. Juni
2005 auf Burg Wilhelmstein bei Würselen zur Uraufführung:
"Zeit(t)räume" für Chor und Saxophonquartett
entstand 2004/2005 im Auftrag des Rascher Saxophonquartett,
das sich derzeit intensiv um die Zusammenarbeit mit
Chören in aller Welt bemüht und in diesem
Zusammenhang eine Reihe von Kompositionsaufträgen
erteilt hat. Die aparte Zusammensetzung ist weit weniger
exotisch als es auf den ersten Blick scheint, ist doch
das Saxophon mit Blick auf die Vox Humana konstruiert
worden. Instrumental- und Vokalklang mischen sich daher
in unerwartet enger Verzahnung. Unter Martin te Laaks
souveräner Leitung gelang es dem Aachener Kammerchor,
mit dem Rascher Saxophonquartett zu einem homogenen
Klangkörper zu verschmelzen.
Den drei Sätzen des Werkes
liegen kurze Textzeilen der Antike (von Herkalit und
Parmenides) zum Phänomen der Zeit zugrunde.
Unsere
Veranstaltungen im Jahr 2005
Endlich ist es soweit: wir können Sie heute über unsere
Planungen für das Jahr 2005 unterrichten. In diesem Jahr werden wir voraussichtlich 5 Konzerte
verwirklichen können; das mag nicht besonders viel sein, ist aber immerhin eine
Veranstaltung mehr als im vergangenen Jahr und - was mehr zählt - es handelt
sich durchweg um anspruchsvolle Programme mit jeweils ganz besonderer Note und
vielfach auch mit einem überregionalen Bezug: Im März erwartet Sie
unser "Fagott plus..."-Programm;
im April laden wir Sie zu einem "Piano-Meeting"
ein; im September stellen sich "4
Winds" vor; noch ohne Datum, aber auf jedem
Fall im Herbst wollen wir die "Centenaire
André Jolivet" - also "André
Jolivet zum Hundertsten" gratulieren; und ebenfalls
auf einen endgültigen Termin wartet unser Themenkonzert
"Stimmungen".
Fangen wir gleich mit dem Samstag, 19. März 2005 an. An diesem Tag werden wir im Loft (Wißmannstr. 30, 50823 Köln), um 19:30
Uhr, das Ehepaar Okazaki zu Gast haben, die dem Verein schon länger verbunden
sind. Der Abend wird ganz im Zeichen des Fagotts stehen, denn neben Koji Okazaki, Solo-Fagottist beim
renommierten NHK-Sinfonieorchester in Tokyo, wird auch der international
gefeierte Fagottist Dag Jensen zu
hören sein. Die Möglichkeiten des Instruments werden mit Willson Osbornes
Solo-Rhapsodie und Sofia Gubaidulinas Sonate für zwei Fagotte zunächst
"pur" ausgelotet. Für das weitere Programm erhalten die beiden die
Unterstützung von der Pianistin Etsuko
Okazaki, die sich solistisch mit Prokofjews 7. Klaviersonate vorstellen,
vor allem aber als Begleiterin zu tun haben wird: neben André Previns Sonate für
Fagott und Klavier von 1997 werden auch zwei Uraufführungen erklingen, die im
Auftrag der Okazakis geschrieben wurden: von Krzysztof Meyer ein Duo für Fagott
und Klavier und von Christoph Maria Wagner ein Trio für zwei Fagotte und
Klavier. Das Konzert wird ermöglicht mit der freundlichen Unterstützung des
Kulturamts der Stadt Köln und durch eine projektbezogene Spende des
Instrumentenbauers Christoph Siewers.
Am Donnerstag, 21.
April 2005, um 20:00 Uhr, geht es in der Alten Feuerwache (Melchiorstr.3,
50670 Köln) weiter mit einem Klavierabend der besonderen Art:
"Piano-Meeting" nennen Stefan Thomas und Hubert Nuss ihr Programm, in
dem die Klangwelt der Neuen Musik auf diejenige des zeitgenössischen Jazz stößt.
Stefan Thomas wird einige seiner
Klavierkompositionen der letzten Jahre vorstellen, Hubert Nuss einige Soloklavier-Improvisationen aus seiner aktuellen
Arbeit und abschließend versuchen beide sich auf den Stil des jeweils anderen
in einer gemeinsamen Improvisation zu vier Händen einzulassen. Kein simples Cross-Over
vom Typ "Was-Du-Kannst-Kann-Ich-Schon-Lange", sondern ein echtes Meeting
im Sinne eines Austauschs unterschiedlicher künstlerischer Ansätze. Wir freuen
uns, dass ein solch ungewöhnliches Programm unter dem Dach des
"Experimentierfeld Neue Musik" der Stadt Köln stattfinden kann - und
zwar am 21. April 2005, um 20:00 Uhr, in der Alten Feuerwache.
Nach einer langen Sommerpause stellen wir im September -
nämlich am Mittwoch, 28. September 2005
um 20:00 Uhr in der Alten Feuerwache - ein neugegründetes Bläserensemble vor:
"4 Winds" nennt sich das
Querflöten-Quartett mit Irina Mahlmann, Lisa Merschmeier, Cathrin Pohl und Filine
Precht, die ihr Debütprogramm mit Werken von unter anderen Kurt Hessenberg,
Stefan Thomas und Thomas Witzmann zu Gehör bringen werden. Da es sich bei allen
vier Flötistinnen um erfahrene Musikerinnen handelt, die regelmäßig in
verschiedenen Ensembles auftreten und zum Teil auch gemeinsam konzertiert
haben, kann von Debüt natürlich nur eingeschränkt die Rede sein. Das Konzert
wird aber ganz sicher von der Neugier, Frische und vom Ehrgeiz profitieren, mit
der eine neue Formation an den Start zu gehen pflegt.
Im Herbst (voraussichtlich Oktober) steht dann eine
Kooperation mit dem WDR und dem
Kölner Institut français an: einer
Initiative von Klang-Köln folgend, haben beide Institutionen begeistert an der
Verwirklichung unseres Vorschlags mitgewirkt, den 100. Geburtstag des
französischen Komponisten André Jolivet mit
einem Portraitkonzert angemessen zu feiern. Der Abend wird im Vortragssaal des
Institut français stattfinden und dort vom WDR mitgeschnitten werden. Den
Termin geben wir noch rechtzeitig bekannt. Für die erste Konzerthälfte wird ein
Streichquartett verpflichtet, das eine absolute Rarität zur Aufführung bringen soll:
Jolivets Streichquartett aus dem Jahr 1934, ein Schlüsselwerk, in dem sich der
Komponist erstmals deutlich von der Tradition löste und zu seinem eigenen Stil
fand. Das bislang nicht auf Tonträger dokumentierte Werk wird der WDR auch
parallel im Studio produzieren, so dass
wir auf ein hochkarätiges und gut vorbereitetes Quartett hoffen können. Der
zweite Teil ist Werken der Reifezeit Jolivets gewidmet und wird von den
Klang-Köln-Musikern Barbara Rosnitschek (Flöte),
Nangialai Nashir (Gitarre) und Christoph Maria Wagner (Klavier)
dargeboten, die sich mit grossem Engagement diesem weithin unbekannten, aber
ungemein dankbaren Repertoire widmen.
Gleichfalls gespannt dürfen wir auf einen Themenabend sein,
den Klang-Köln in Zusammenhang mit dem Festival "Neuer Orient" der Arbeitsgemeinschaft "Rhein" der
Städte Köln, Bonn, Duisburg und Düsseldorf im Herbst veranstaltet (im Gespräch
sind Termine im September und im November; genaue Daten werden rechtzeitig
bekannt gegeben). Mit "Stimmungen"
werden sich die Musiker befassen, und zwar mit nicht-temperierten oder
zumindest nicht "wohl-temperierten" Tonsystemen aus Vergangenheit und
Gegenwart, aus Orient und Okzident. Neben Werken der Renaissance von "vor-wohltemperierten"
Komponisten wie Giovanni Paolo Cima und John Bull erklingen Kompositionen von Sascha Dragicevic, Stefan Thomas und Christoph
Maria Wagner, die aus heutiger Sicht das temperierte System in Frage
stellen und nicht-temperierte Skalen verwenden. Im Kontrast zu dieser
europäischen Kunstmusik steht die arabische Folklore, die gleichfalls mit
Tonsystemen und Skalen arbeitet, die jenseits des temperierten Modells stehen.
Das Trio Bagdad wird uns diese Musik
mit seinem Beitrag zum Konzert näher bringen und man darf gespannt sein, auf
die eventuellen Querverbindungen, aber auch auf die Andersartigkeit im Umgang
mit dem Tonraum, die aus dieser Gegenüberstellung resultieren werden. Das
Konzert wird sowohl in Bonn, voraussichtlich in der Brotfabrik, als auch in
Köln, Stadtgarten oder Feuerwache, vorgestellt werden, eventuell soll auch eine
weitere Aufführung in Duisburg stattfinden.
Soweit also unser Jahresprogramm, das hoffentlich wieder Ihr
Interesse findet. Programm-Details werden wir, wie üblich, jeweils rechtzeitig
vor den Konzerten auf unserer Website verfügbar
machen. Schauen Sie also immer mal wieder vorbei!
Rascher-Saxophonquartett
spielt Stefan Thomas:
Das Concerto für Saxophon-Quartett und Kammerorchester von
Klang-Köln-Mitglied Stefan Thomas wurde am 25. Oktober 2004
mit dem Rascher-Saxophonquartett und dem Lappländischen
Kammerorchester unter der Leitung von John Storgards im finnischen Rovaniemi mit
grossem Erfolg zur Uraufführung gebracht.
Das Werk, das bei der Edition Gravis verlegt ist, entstand
im Auftrag des Rascher-Saxophonquartett und liegt sowohl
in einer Fassung für Soloquartett und Streichorchester,
als auch in einer Fassung für Soloquartett und
Kammerorchester mit kleiner Bläserbesetzung vor.
Stefan Thomas ist dem Rascher-Saxophonquartett
schon lange freundschaftlich verbunden und hat bereits
mehrere Werke für das Ensemble und seine Mitglieder
geschrieben.
Sascha
Dragicevic erhält Bernd-Alois-Zimmermann-Preis
Wir freuen uns, einem KLANG-köln
Mitglied zu einer besonderen Auszeichnung gratulieren
zu können: der von der Stadt Köln alljährlich
zu Ehren des grossen Kölner Komponisten Bernd Alois
Zimmermann vergebene und mit 10.000 Euro dotierte Kompositionspreis
geht in diesem Jahr an Sascha Dragicevic. Der 1969 in
Bonn geborene Komponist, der an der Kölner Musikhochschule
bei Krzysztof Meyer und York Höller Komposition
sowie bei Hans Ulrich Humpert elektronische Musik studierte,
zugleich bei Klaus Oldemeyer zum Pianisten ausgebildet
wurde, erhält den Preis für seine innovative
kompositorische Arbeit, der er sich dank des Preisgeldes
nun wieder eine Zeit lang unbesorgt widmen kann. Im
Klang-Köln e.V. trat Sascha Dragicevic zuletzt
bei unserer Veranstaltung zum Kölner
Kulturdonnerstag der Musik in Erscheinung, wo er
zwei seiner Klavierstücke vorstellte und sich als
Komponist, gemeinsam mit Stefan Thomas und Christoph
Maria Wagner, den Fragen des Publikums stellte.
Die Jury, bestehend aus Dr. Wolfgang
Becker (WDR), Gisela Gronemeyer (Stadt Köln) und
Vorjahressieger Steingrimur Rohloff, begründete
ihre Wahl wie folgt:
"Der Komponist Sascha
Dragicevic beeindruckt in seinen Werken durch klangliche
Ideenfülle und Fantasie bei der Formgestaltung.
Daneben sind die rhythmischen Einfälle durch ihre
Agitation und Komplexität neuartig und interessant.
Auf der harmonischen Ebene schafft Dragicevic Farbenreichtum,
indem er akribisch grosszügige und raumgreifende
Klänge kreiert.
Frühzeitig erweckte Dragicevic
Interesse mit seinen Erkundungen von Raum-und Zeitphänomenen
in Musik. In seinen Klavierstücken "näherkommende
Ferne" und "Nähe kommender Ferne"
brillierte er als Pianist und Komponist in Persunalunion
mit musikalischen Darstellungen von gestauchter und
gedehnter Zeitempfindung. Als interpretierender Komponist
erhielt dafür beim internationalen AVW Piano-Composers'
Cup in Hamburg den 1. Preis.
Wie überhaupt viele internationale
Jurys bei Dragicevics Werken aufhorchten. So ging ein
weiterer 1. Preis an ihn für sein hochenergetisches
Streichquartett, für das ein physikalisches Phänomen
Pate stand: "Windschatten" wurde beim polnisch-deutschen
Kompositionswettbewerb "Forum Ost-West" prämiert.
Schließlich noch ein 1.Preis für sein Werk
"Malerba", das bei den Musiktragen in Hitzacker
ausgezeichnet wurde. Hier erprobt der, immer auf neue
Form-Entdeckungen neugierige Komponist, ein freies,
organisch wachsendes, wucherndes Formgebilde.
In "Quarks" für
Klavier und elektronische Klänge komponierte Dragicevic
zuletzt feinst ziselierte Klanggestalten und erkundete,
wie weit man elektronische und natürliche, instrumentale
Klänge ineinander greifen lassen kann. Tatsächlich
glückt diese Legierung vollends. Die beiden Dimensionen
Klavier und Elektronik sind hier, für den Hörer
auf verblüffende Weise, zu einem hochvirtuosen
Meta-Instrument verquickt.
Zurzeit widmet sich Dragicevic
einer Kammeroper. Und dies bringt sein Talent für
das theatralisch Groteske an den Tag. Neben seiner Arbeit
an sarkastisch, humorvollen Szenen, ist sein Interesse
an der Ausschöpfung neuer klanglicher Mittel-sei
es durch Elektronik oder ungewöhnliche Spieltechniken
auf Instrumenten-stetig gewachsen. Die Neugier und die
intellektuelle, kompositorische Leidenschaft, mit der
Dragicevic an das Thema Musiktheater herangeht, lässt
auf eine grossartige Bereicherung in diesem Felde hoffen."
Sisyphonien und Zentauriaden:
Allerneuestes für Flöte und Klavier
Am 19. Oktober 2004, um
20.00 Uhr bieten wir in der Alten Feuerwache mit dem Duo 21
- das sind Barbara Rosnitschek,
Flöte, und Christoph Maria Wagner, Klavier
-
einen Themenabend mit Neuheiten für Flöte und
Klavier. Der Titel "Zentauriaden und
Sisyphonien" greift die Namen zweier Werke des
Programms auf und erhebt sie zum Motto.
Dabei verbindet die Werke in diesem Konzertprogramm weniger
der Rückgriff auf mythologische Figuren, als vielmehr
die überzeitlichen Fragen, die schon Gegenstand
des Mythos selber sind.
Das leidvolle Streben nach dem
Unerreichbaren, wie es Sisyphos als Strafe erfuhr, ist
letztlich auch allem künstlerischen Bemühen
zueigen; und da spielt es kaum eine Rolle, dass Stefan
Thomas in seiner Sisyphonie II eher an einer
klanglichen Entsprechung der sinnlosen Bemühungen
des Sisyphos interessiert war als an einer wehleidigen
Klage des Künstlers.
Zentaur II von
Valery Voronov, das für das DUO21 geschrieben wurde
und diesem gewidmet ist, wird im Rahmen des Konzerts uraufgeführt
werden. Der Zentaur, jenes Zwitterwesen aus Mensch und
Pferd, verkörpert die beiden widerstreitenden menschlichen
Gaben der Vernunft und der Emotion. Obgleich Voronov
diesen Konflikt in ihrem Stück nicht explizit thematisiert,
so spielt doch die Balance von Sinnlichkeit und Struktur bei jeder künstlerischen Arbeit
eine grosse
Rolle.
Zu hören sind
weiterhin Stücke von Sidney Corbett,
Beat Furrer und Christoph Maria Wagner. Alle
diese Komponisten sind in der zweiten Hälfte des 20.
Jahrhunderts geboren, gehören also der jüngeren
Komponisten-Generation an und sind von verschiedenen ästhetischen
Strömungen beeinflusst. Der Abend bietet somit
auch Gelegenheit, sich über die neuesten Tendenzen
zeitgenössischen Komponierens zu informieren.
Mit Barbara Rosnitschek und
Christoph Maria Wagner konnten zwei ebenso virtuose
wie kompetente Instrumentalisten gewonnen werden, die
den Freunden des Klang-Köln e.V. bestens bekannt
sind.
Die Programmdetails finden Sie
>hier>.
Das Konzert wurde ermöglicht
dank der grosszügigen Unterstützung des 
"Wellenkreise"
- Komponisten um Hermann Schroeder
Hermann Schroeder, der
Kirchenmusiker, Komponist, Dirigent und Pädagoge,
wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden; seine
Freunde und Bekannte begehen in diesem Jahr zugleich
seinen 20. Todestag. Grund genug, des einflussreichen
Meisters, dessen unversöhnliche konservative Gegenposition
zur Kölner Neuen Musik Szene in den 50er/60er Jahren
nicht unumstritten war, zu gedenken. Die Reihe MUSIK IN LINDENTHAL
in Verbindung mit der "Hermann-Schroeder-Gesellschaft"
hat zu diesem Zweck ein Konzert mit Werken Schroeders
sowie einiger seiner Schüler - Hermann Große-Schware,
Ferdinand Henkemeyer, Kurt Hopstein und Karlheinz Stockhausen
- vorbereitet, das am Samstag, 9. Oktober 2004 um 18
Uhr im Kardinal-Höffner-Haus, Clarenbachstr. 5-15,
50931 Köln-Lindenthal, stattfinden wird.
Der Abend bietet eine willkommene
Gelegenheit zum Wiederhören mit einem Klang-Köln-Veteran:
Falko Steinbach sitzt als Pianist im Instrumentalensemble.
Zugleich haben Sie Gelegenheit, Kompositionen eines
Klang-Köln-Neumitglieds zu hören: von Ferdinand
Henkemeyer, der in diesem Monat zu uns gestossen ist,
erklingt der Zyklus "Wo bist Du ferne Stadt"
für Sänger, Sprecher, und Instrumente nach
Texten von Else Lasker-Schüler.
All unseren Mitgliedern und Freunden
sei dieses Konzert herzlich anempfohlen.
Unsere nächsten Konzert-Vorhaben:
Gitarre und Perkussion -
zeitgenössische Musik aus drei Kontinenten
Ende Oktober oder im November
2004 (Ort und Termin werden rechtzeitig bekannt
gegeben), soll unsere Saison mit einem ganz
besonderen Konzert ausklingen: zwei afghanische Musiker
- der Gitarrist und Klang-Köln Mitglied
Nangialai Nashir und der Perkussionist Hakim
Ludin - warten mit einem Programm auf, das neuere
Werke von Komponisten aus Europa (Wolfgang Bartsch,
Stefan Thomas) und Nordamerika (Lou Harrison, George
Crumb) mit Arrangements orientalischer Folklore,
speziell aus Aserbaidschan, Iran, Afghanistan, Pakistan
und Indien, konfrontieren wird. Dabei
handelt es sich aber nicht um ein weiteres der inzwischen
modisch gewordenen Crossover-Konzerte mit Bezug zur
Worldmusic, die häufig kaum mehr als hybride Kreuzungen
hervorbringen. Vielmehr wird man hier einer musikalischen
Begegnung beiwohnen dürfen, in der sich die musikalischen
Welten auf der Grundlage eines in langjährigem
Umgang erworbenen gegenseitigen Verständnisses
gegenüber treten, wie es selten der Fall ist: Beide
Musiker sind gebürtige Afghanen, haben aber in
Deutschland eine klassische Ausbildung auf ihren Instrumenten
erworben. Nangialai Nashir gehört zu den talentiertesten
und renommiertesten Gitarristen seiner Generation und
hat sich zunächst stärker dem klassischen
und zeitgenössischen Repertoire verschrieben, ohne
darüber die Liebe für die Musik seiner Heimat
zu verlieren. Hakim Ludin hat nach seinem Schlagzeug-Studium
an der Musikhochschule Karlsruhe schnell seinen Platz
in der Worldmusic-Szene gefunden, dort jedoch auch viel
von seinen Erfahrungen mit der Neuen Musik einfliessen
lassen, mit der er sich weiterhin intensiv beschäftigt.
Der Dialog dieser beiden Musiker, die in Orient und
Okzident gleichermassen verwurzelt sind, aber unterschiedliche
Akzente bei der Pflege ihrer musikalischen Interessen
und Traditionen gesetzt haben, geht somit weit über
die blosse Zusammenkunft verschiedener Exotismen hinaus und
verspricht vielmehr ein Gipfeltreffen zweier Musiker,
die ihre musikalische Welt aus zwei Kulturkreisen schöpfen
können.
Ein Erlebnis, dass Sie sich nicht
entgehen lassen sollten!
>zurück
zur Übersicht>
Delos-Trio: Neue Musik für Violine, Violoncello und
Gitarre
Voraussichtlich am 28. September diesen Jahres wird
das Delos-Trio (das sind Gudrun Höbold, Violine, Dietmar Berger,
Violoncello und Stefan Oefner, Gitarre) eine im gängigen
Konzertgeschehen etwas ins Abseits geratene Kammermusik-Besetzung vorstellen und
ihre ungebrochene - oder sollte man sagen: wiedergefundene - Vitalität unter
Beweis stellen. Das Delos-Trio pflegt nämlich die zur Zeit des Biedermeiers und
der Romantik recht beliebte Kammermusik für Streicher und Gitarre. Dieses Genre,
das v.a. in Duo- bis Quintett-Formationen das nicht überall verfügbare Klavier
durch die mobilere Gitarre ersetzte, fand in der zweiten Hälfte des 19. und der
ersten des 20. Jahrhunderts kaum noch Beachtung bei den Komponisten. Nicht
zuletzt dank der Stimuli von Seiten spezialisierter Ensembles wie dem Delos-Trio
ändert sich dies seit einiger Zeit - wie das Programm unseres Konzertes beweist,
auf dem ausschliesslich Werke der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stehen. Zu
hören sind Kompositionen von Max Baumann, Jürg Baur , Wolfgang Fortner, Paul
Hindemith, Hans-Martin Linde, Klaus Hinrich Stahmer, Stefan Thomas und
Jörg Wette, darunter so manche Auftragskomposition des Delos-Trio.
Das Konzert soll am 24. September in der Alten Feuerwache
stattfinden.
Neue Sachlichkeit versus Expressionismus
Unter diesem Titel werden wir
mit einem Konzert am 30. Juni in der Aula der
Universität zu Köln zwei Mitglieder
des Klang-Köln e.V. ehren: Kurt Schwaen,
der in diesem Jahr seinen 95. Geburtstag feiert, und
Erwin Kuckerts, dem wir zum achtzigsten Geburtstag
gratulieren können.
Beide Komponisten können
als Vertreter einer Neuen Sachlichkeit gelten, die sich
in gleicher Weise vom spätromantischen Rausch wie
von der expressionistischen Ekstase zu distanzieren
suchte. Auch die Abgrenzung von der Dodekaphonie oder
zumindest von ihrer dogmatischen Verabsolutierung gehörte
zu diesem Versuch eines Neuansatzes in der musikalischen
Ästhetik, die in ähnlicher Weise auch von
Komponisten wie Paul Hindemith in Deutschland oder den
Vertretern der Groupe de Six in Frankreich mit so prominenten
Autoren wie Francis Poulenc oder Darius Milhaud versucht
wurde.
In unserem Konzert, das von den
langjährigen Klang-Köln Mitgliedern Marlene
Mild (Sopran) und Falko Steinbach (Klavier)
sowie dem Schönberg Streichquartett bestritten
werden wird, soll nun jene Konfrontation nachvollzogen
werden, die beim Hören der oft musikantisch-spielerischen
Werke der Neuen Sachlichkeit in Vergessenheit geraten
kann: im ersten Teil erklingen Lieder und Klaviermusik
von Schwaen und Kuckerts, denen im zweiten Teil ein
gleichermassen spätromantisches wie expressionistisches
Schlachtschiff in Gestalt des Zweiten Streichquartetts,
op.10 fis-moll (mit Sopran-Solo), von Arnold
Schönberg gegenübergestellt wird. Ein
Kontrast, wie er stärker kaum ausfallen könnte. Das
genaue Programm finden Sie jederzeit im Internet - klicken
Sie einfach hier.
Wir danken der SK Stiftung
Kultur der Stadtsparkasse Köln für die
freundliche Unterstützung.
>zurück
zur Übersicht>
Mai-News
2004
Köln
2010 - aus der Traum!
Aller lokalen Begeisterung zum
Trotz hat sich die NRW-Jury um Michael Vesper gegen
Köln und für Essen als landesweiten Kandidaten
für die Bewerbung um den Rang der Kulturhauptstadt
Europas im Jahr 2010 entschieden. Das ist bedauerlich
und gerade angesichts der in den letzten Wochen spürbaren
Anteilnahme der Bevölkerung - die den Slogan "Wir
leben das!" tatsächlich umgesetzt hat - auch
enttäuschend. Die bange Frage aller Kulturträger
und -Schaffenden in Köln ist nun: Leben wir das
auch weiterhin?! Oder wird sich die ohnehin kostenneutral
zusammengeschusterte Kulturoffensive der Stadtväter
in den kommenden Monaten als Strohfeuer erweisen, das
nach dem Wegfall der Ausgangsmotivation in sich zusammenbricht
und nur verbrannte Erde hinterlässt?
Diese Sorgen sind nicht unbegründet
und gerade die Freie Musikszene muss befürchten,
nun noch stärker als bisher den Sparmassnahmen
zum Opfer zu fallen. Vor diesem Hintergrund mag es tröstlich
sein, dass die Kölner mit ihrer deutlichen Unterstützung
aller kulturellen Sparten - auch und gerade der freien
Initiativen - ein klares Votum für den Erhalt der
Breitenkultur in ihrer Stadt abgegeben haben. Immerhin
sind Kultursonntagsbesucher in regelmässigen Abständen
auch Wähler.
Klang-Köln
KulturDonnerstag im Tersteegenhaus: Ein Dank an
alle Mitwirkende und an das Publikum!
Unser Vereinsbeitrag zum KulturDonnerstag
wurde glücklicherweise weder von einer vorzeitigen
Nachricht des Bewerbungsfehlschlags noch vom sommerlichen
Klima überschattet: trotz des herrlichen Vatertagswetter
hatte sich ein recht zahlreiches Publikum im Sülzer
Tersteegenhaus eingefunden, das der dreieinhalbstündigen
Veranstaltung interessiert und immer wieder sogar begeistert
folgte. Grund dazu gab es genug: schon die erste Vortragsgruppe
um den Gitarristen Nangialai Nashir, unterstützt
von Ursula Berger (Violine) und Claudia Schott (Cembalo)
bot einen fesselnden Einstieg ins Programm und zeigte
die musikalischen Potentiale des Vereins.
Das anschliessende Gespräch
mit Rainer Nonnemann und Albrecht Zummach von der Kölner
Gesellschaft für Neue Musik über die Situation
der Freien Musikszene Kölns im Allgemeinen und
der KGNM und des Klang-Köln e.V. im Besonderen
geriet zwar zur Podiumsdiskussion, doch umrissen die
kompetenten Ausführungen unserer Gäste sowohl
die Probleme als auch die Stärke der Freien Musik
in Köln.
Stars des Nachmittags waren zweifellos
die vier Damen des Ensemble flautando köln,
die direkt von ihrem Vormittagsauftritt in der Philharmonie
zu uns gekommen waren. Mit einem zeitgenössischen
Werk und einem Chanson aus der Renaissance gab das Ensemble
eine beeindruckende und mitreissende Visitenkarte ab
und stellte seine Vielseitigkeit unter Beweis. Im anschliessenden
Gespräch über die Arbeit der MusikerInnen
kam neben der bemerkenswerten künstlerischen Offenheit
dieses Blockflötenquartetts auch die innovative
Form der Selbsverwaltung und -Vermarktung des Ensembles
zur Sprache.
Der letzte Teil des Nachmittags
war der zeitgenössischen Musik gewidmet und stellte
mit Sascha Dragicevic, Stefan Thomas und Christoph Maria
Wagner drei im Verein wohlbekannte Kölner Komponisten
in den Mittelpunkt. Alle drei Tonsetzer führten
zunächst ihre Doppelbegabung als Komponisten und
Pianisten vor, indem sie eigene Werke am Klavier vortrugen.
Im Gespräch mit dem Publikum nahmen sie Stellung
zum Begriff des "Jungen Komponisten", zur
wirtschaftlichen Situation der Komponisten und zur problematischen
Tätigkeit des Kompositionsunterrichts.
Werke für Flöte(n) von
Goffredo Petrassi und Olivier Messiaen- mit Filine Precht
und Irina Mahlmann (Flöte) - beschlossen einen
anregenden Nachmittag, der einen umfassenden Einblick
in die vielfältigen Bereiche gab, durch die und
in denen Initiativen wie der KLANG-köln e.V. ihren
Beitrag zum kulturellen Reichtum Kölns leisten.
Wir leben das eben schon länger!
Zum
KulturDonnerstag der Musik:
Donnerstag, 20. Mai 2004 - ab 14:30 bis
ca.18:30 Tersteegenhaus, Emmastrasse 6, 50937
Köln
...z.B. KLANG-köln
e.V.: Ein Nachmittag mit und über Musik aus
der Freien Musikszene
Auch KLANG-köln
gehört zu den Unterstützern der Kölner
Kulturhauptstadtsbewerbung - nicht zuletzt im eigenen
Interesse: nur mit der Perspektive 2010 ist mittelfristig
ein kulturpolitisches Klima zu erhoffen, in dem
die Freie Musikszene nicht gänzlich dem Sparzwang
geopfert wird.
Vor allem aber
glauben wir, dass die Freie Szene keineswegs auf die
Chance einer Selbstdarstellung im Rahmen der Bewerbung
verzichten sollte: schliesslich ist der Beitrag der
Freien Initiativen ganz wesentlich für die kulturelle
Vielfalt Kölns und die Basis, sozusagen die Wurzel
auch der kulturellen Hochglanzleistungen. Fraglos verdankt
sich z.B. Kölns Ruf als ein Zentrum der musikalischen
Innovation nicht zuletzt vieler Initiativen der Freien
Musikszene.
Mit unserem "Nachmittag
mit und über Musik" wollen wir im
Zusammenhang mit der Kölner Bewerbung genau darauf
hinweisen und freuen uns, dabei auch die Unterstützung
und aktive Beteiligung anderer Initiativen begrüssen
zu können: die KGNM, die rund um den 20. Mai ihrerseits
auch ihr grosses Musikfest veranstaltet, wird einen
Vertreter entsenden, auch das Forum Klettenberg schickt
einen Repräsentanten und der Initiativkreis Freie
Musik ist auch dabei.
Neben Gesprächen
und Informationen zur Freien Musikszene in Köln
gibt es aber auch musikalische Darbietungen, bestritten
gänzlich von Vereinsmitgliedern und Ihren Ensembles.
Auf dem Programm
steht - jeweils zur vollen Stunde, also um 15 Uhr,
16 Uhr, 17 Uhr und 18 Uhr:
Musik der letzten fünf
Jahrhunderte von Pierre Sandrin, Georg
Philipp Telemann, Manuel Ponce, Enrique Granados, Olivier
Messiaen, Jordi Rossinyol, Christoph Maria Wagner, Stefan
Thomas und Sascha Dragicevic.
Dazwischen Gespräche über die Arbeit freiberuflicher Musiker, Komponisten
und freier Musikinitiativen in Köln mit den ausführenden Musikern, sowie mit
Vertretern von Kölner Gesellschaft für Neue Musik,
Forum Klettenberg und des Initiativkreis Freie Musik - und natürlich des
KLANG-köln e.V. Freuen Sie
sich auf Flautando Köln (Blockflötenquartett), Ursula
Berger (Violine), Sascha Dragicevic (Komponist+Pianist), Nangialai
Nashir (Gitarre), Filine Precht (Traversflöte+Flöte), Claudia
Schott (Klavier/Cembalo), Stefan Thomas (Komponist+Pianist),
Christoph Maria Wagner (Komponist+Pianist).
Ausserdem gibt
es Kaffee und Kuchen!
Den Nachmittag
moderiert Johannes U. Müller.
Weitere Details
zum Programm finden Sie <hier>.
April-News
2004
Die Kölner Szene rückt
zusammen: KLANG-köln
und KGNM künftig gemeinsam für die Neue Musik
in Köln
Die öffentlichen Kassen
sind leer, die Kulturpolitik mauert und das Publikum
ziert sich, der freien Musik-Szene bei Programmen mit
zeitgenössischer Musik den Rücken zu stärken
- so ungefähr lässt sich die Situation der
lokalen Initiativen im Bereich der Neuen Musik beschreiben,
selbst in der einstigen Hochburg musikalischer Avantgarde
Köln. Warum also nebeneinander her oder gar gegeneinander
operieren, wenn man gemeinsam mehr erreichen kann.
Genau diese Einsicht hat sich
unabhängig voneinander in den jeweils neu gewählten
Vorständen sowohl der Kölner Gesellschaft
für Neue Musik (KGNM) als auch des KLANG-köln
e.V. durchgesetzt und zu ersten Gesprächen über
eine künftige Kooperation geführt. Erste konkrete
Schritte wurden bereits beschlossen: so wollen wir den
internen Informationsaustausch verbessern und unsere
Öffentlichkeitsarbeit vernetzen, also die jeweiligen
Mitglieder und Freunde im Post- bzw. Email-Verteiler
auch über die Aktivitäten des jeweils anderen
Partners informieren.
KGNM-Musikfest
Mit Vergnügen weisen wir
daher auf das bevorstehende Musikfest der KGNM hin,
das am Freitag, 14. Mai 2004, mit einem Konzert im Japanischen
Kulturinstitut eröffnet wird und von Donnerstag,
20. Mai, bis Samstag, 22. Mai, mit Konzerten jeweils
um 20 Uhr in der Alten Feuerwache stattfindet. Die KGNM
präsentiert in diesen Konzerten 26 Werke von 24
Komponisten mit 50 Interpreten und bietet damit sozusagen
eine umfassende Leistungsschau zeitgenössischer
Musikarbeit in Köln. Die jeweils neuesten Informationen
zu diesen Konzerten können sie auf unserer Website
abrufen: die KGNM füttert uns regelmässig
mit Updates und weiteren Programmdetails.<Programm
des KGNM-Musikfests>
Schon für das nächste
Jahr sind gemeinsame Projekte ins Auge gefasst worden,
die aber erst im Anschluss an das KGNM-Musikfest genauer
abgestimmt und geplant werden sollen. Es wird sich
in jedem Fall um Projekte an den Schnittpunkten der
Arbeit unserer Vereine handeln: dem Bemühen um
eine publikumsnahe Vermittlung des zeitgenössischen
Musikschaffens, der Annäherung an neue Publikumskreise
und dem Versuch, jungen innovativen Musikern ein Forum
zu bieten.
Sie können sich also auf
etwas gefasst machen!
März-News 2004
Trio e-mex spielt Neue Musik
für Klarinette, Violoncello und Klavier
Nach längerer Winterpause
nimmt Klang-Köln e.V. endlich seine Konzerttätigkeit
wieder auf: am 16. März 2004, um 20.30 Uhr, im
Loft (Wißmannstraße 30 - 50823 Köln)
eröffnen wir unsere Saison 2004 mit einem Konzert,
das neuesten Werken für die Trio-Besetzung Klarinette,
Violoncello und Klavier gewidmet ist. Es spielt das
exzellente und den regelmässigen Besuchern unserer
Konzerte wohlbekannte Trio e-mex mit Joachim Striepens,
Klarinette, Burkart Zeller, Violoncello und Martin von
der Heydt, Klavier. Besuchen sie die Programm-Details
auf unserer Website.
Das Klarinetten-Trio ist bereits
seit Mozarts Kegelstatt-Trio (wenngleich hier die Viola
an die Stelle des Cello tritt) eine etablierte Gattung
mit einem noch immer überschaubaren, aber substanzreichen
Repertoire: u.a. Beethoven, Brahms, Schumann, Weber
und Reger haben dieser Besetzung grosse Werke gewidmet
und auch in jüngerer Zeit reizte die Kombination
von Holzblasinstrument, tiefem Streichinstrument und
Klavier vielfach die Inspiration der Komponisten.
In unserem Konzert werden einige
höchst unterschiedliche Stücke der jüngeren
Komponistengeneration vorgestellt, in einem Programm,
das einer Logik der Gegensätze zu folgen scheint:
zunächst Stefan Thomas Trio "Ernste
Gesänge" und dessen Annäherung an den
grüblerischen Tonfall jenes späten Brahms,
der auch die Klarinette für seine letzten Kammermusikwerke
entdeckte; dann Carola Bauckholts sich von der
Tradition emanzipierender Versuch, in ihrem Klarinettentrio
musikalische Entsprechungen für Lichtwerte einzufangen.
Anschliessend die "durchscheinende Etüde IV/d"
von Caspar Johannes Walter, in der Zufallsoperation
und planvolles Gestalten zu einer sehr persönlichen
Tonsprache finden, gefolgt von Sven Ingo Kochs
gezielt gesetzten Gegensätzen, aus denen er gegen
Ende seines Stückes "M und J und nicht anders
(die Utopie nicht vergessen)" die "Utopie
des Zusammenspiels" aufscheinen lässt. Mit
dem Entstehen und Vergehen verschiedener musikalischer
Strukturen spielt "Entfaltungen II" von Erik
Janson, während Valerio Sannicandro
in seinem Stück "repercussio" strukturelle
Beständigkeit durch pulsierende Tonrepetitionen
demonstriert.
Verschiedene kompositorische Ansätze
treffen also in diesem Programm aufeinander und werden
vereint die vielfältigen Möglichkeiten dieser
aparten Trio-Besetzung ausleuchten. Zugleich bietet
das Konzert damit auch einen Einblick in die Vielfalt
heutigen Komponierens.
Freuen Sie sich mit uns auf einen
kontrastreichen, spannenden Trio-Abend.
Wir hoffen, Sie sind dabei
am Dienstag, 16. März 2004,
20,30 Uhr
im Loft, Wißmannstr. 30
(U-Bahn Linie 5, Haltestelle Liebigstrasse, von der
Subbelratherstrasse stadteinwärts rechts in Wißmannstrasse
einbiegen)
Klang-Köln rät: Hören
Sie mal wieder Radio!
Seit einigen Wochen sind wir mit
unseren regelmässigen Radio-Hörempfehlungen
online. Mit einer guten Woche Vorlauf können Sie
sich auf dieser Service-Seite unserer Website Anregungen
zum Radioprogramm holen. Für jeden Tag finden Sie
hier einen kommentierten Vorschlag, wobei sich unsere
Hörtips am Auftrag und an den Interessen des Vereins
orientieren: vor allem also Programmen jenseits der ausgetretenen
Repertoire-Pfade, Sendungen rund um die Neue Musik, aber auch Beiträgen, die sich
neu zu entdeckender Musik widmen oder neue Perspektiven auf Bekanntes eröffnen
gilt unser Augenmerk und unser hinweisender Zeigefinger.
Ein kurzer Kommentar erläutert Ihnen, warum wir
die aufgeführte Sendung Ihrer Aufmerksamkeit empfehlen.
Es lohnt sich, hier in regelmässigen
Abständen vorbeizuschauen und die aktuellen Vorschläge
abzurufen.
Viele Grüsse und weiterhin
neugierige Ohren
wünscht Ihnen
Ihr
KLANG-köln e.V.
Januar/Februar-News
2004
Mitgliederversammlung
vom 3. Februar 2003: Klang-Köln
e.V. hat einen neuen Vereinsvorsitzenden!!
Auf der Mitgliederversammlung am Dienstag, 3. Februar 2003, standen
satzungssgemäss Neuwahlen des Vorstands an. Wie bereits im
vergangenen Jahr angekündigt stand unsere bisherige Vorsitzende,
Frau Katrin Kirsch, aus beruflichen Gründen nicht mehr zur
Verfügung. Als Nachfolger schlug sie den bisherigen
Medienreferenten, Johannes Müller, vor. Der stellvertretende
Vorsitzende, Stefan Thomas, und die Kassenwärtin, Filine Precht,
kandidierten erneut für ihre Ämter.
Die Mitgliederversammlung wählte im Anschluss an die Vorstellung
der Kandidaten einstimmig den neuen Vorstand für die kommenden
beiden Jahre:
Vorsitzender: Johannes U. Müller
Stellv. Vorsitzender:
Stefan Thomas
Kassenwart: Filine Precht
Unser Dank gilt der
scheidenden Vorsitzenden Katrin Kirsch, die sich in den schwierigen
Zeiten knapper Kassen darum bemüht hat, den Verein nicht
völlig unter die Räder des Sparkarrens kommen zu lassen.
Was sonst noch auf der Mitgliederversammlung diskutiert und beschlossen
wurde, können Sie demnächst dem Sitzungsprotokoll entnehmen:
eine der Entscheidungen betraf nämlich die Website des Vereins,
die weiter ausgebaut werden und u.a. auch offizielle Vereinsunterlagen
veröffentlichen soll.
In diesem Zusammenhang wurde auch die Einführung von
Serviceangeboten auf der Website diskutiert. Besonderen Anklang fand
der Vorschlag, regelmässig kommentierte Radio-Hörempfehlungen zu
veröffentlichen, in denen wir auf
Radiosendungen hinweisen, die den Interessen des Vereins nahestehen:
vor allem also Programme jenseits der ausgetretenen Repertoire-Pfade,
Sendungen rund um die Neue Musik, aber auch Beiträge, die sich neu
zu entdeckender Musik widmen oder neue Perspektiven auf Bekanntes
eröffnen. Ideal wäre es, wenn sich mehrere Mitglieder diese
Aufgabe teilen könnten. Stefan Thomas hat sich bereit
erklärt, den Anfang zu machen, sodass wir immerhin schon einmal
einen Testbetrieb aufnehmen konnten!!
Noch immer befinden wir uns in der Winterpause, aber die Planungen
für das laufende Jahr nehmen langsam Form an. Leider zwingt uns
die Finanzunsicherheit zu einer kurzatmigen Organisationsweise: wir
wissen zwar, welche Veranstaltungen wir machen wollen, aber wir wissen
leider nicht, welche wir finanzieren können. Wir werden Sie
aber von Fall zu Fall rechtzeitig informieren.
Schauen Sie bald wieder mal vorbei
Ihr
KLANG-köln e.V.
Dezember-News
2003
- Allen
Anlass zur Freude
gab das Konzert
am 14. November 2003 im Kulturforum Franziskanerkloster in Kempen:
das auf unsere Initiative hin vom WDR in Zusammenarbeit mit dem
polnischem
Institut Düsseldorf und Kempen Klassik e.V. ausgerichteten
Porträtkonzert
zu Ehren des 60. Geburtstag von Krzysztof
Meyer hatte ein ebenso zahlreiches wie wohlwollendes
Publikum gefunden. Die
hochkarätigen Solisten, denen sich der Komponist
höchstpersönlich
als Klavierbegleiter in seiner eigenen Sonate für Violoncello und
Klavier hinzugesellte (Pavel Gililov musste im letzten Moment wegen
Krankheit
absagen, sodass es nicht zur angekündigten Uraufführung der
jüngsten
Klaviersonate Meyers kam), wurden gebührend gefeiert und mit der
Anerkennung
durch den glücklichen Jubilar belohnt.
Tiefen
Eindruck
hinterliess nicht zuletzte das Wilanow-Quartett, das im zweiten Teil
mit
seinen eindringlichen und klangschönen Interpretationen der
letzten
beiden Streichquartette des polnischen Meisters überzeugte und
damit
fast in Konzert im Konzert gab.
- Das
Konzert vom 7. November
2003 in Sankt Peter fiel der Presse positiv auf. Wenn Sie hier
klicken, können Sie eine
Textversion der
Kritik lesen - oder besuchen
Sie direkt die Seiten des Kölner Stadtanzeigers vom 11. November
2003,
wo Sie auch einen visuellen Eindruck des Konzerts erhalten können:
Musik
hat kein Gramm Fett zu viel
Der
Kölner Komponist Stefan Thomas, der Gedichte von Jorge Luis Borges
und Hermann Hesse vertont hat, spielt mit Elementen aus dem Barock. In
St. Peter wurde sein Werk aufgeführt.
- Auch
unser Konzert am
21. Oktober 2003 wurde von der Kritik freundlich aufgenommen.
Lesen
Sie hier
die Besprechung in der Kölnischen Rundschau vom 24.10.2003:
Vier
Geister für ein
Instrument
(von Olaf Weiden)
-
Die Veranstaltungsreihe
von Klang Köln
e.V. macht jetzt eine Winterpause; die nächsten Veranstaltungen
sind
für das Frühjahr 2004 geplant. Neben der Detailplanung der
kommenden
Saison wollen wir uns in den kommenden Wochen mit der Pflege und
Verbesserung
unserer Website beschäftigen. Schauen Sie also immer mal wieder
vorbei
- es wird stets etwas zu entdecken geben!
Ausserdem werden wir nach und nach über
den Stand unserer
Konzertplanung
Auskunft geben.
Also: auf bald !
November-News
2003
Konzert
am 7. November 2003
SANKT PETER, Leonhard Tietz
Str. 6, KÖLN
!!
("Laberintos" mit Werken von Stefan Thomas, Maki Ishii und Georg
Philipp
Telemann)
Alte Musik auf neuen Instrumenten ist nach
wie vor nichts Ungewöhnliches - aber Neue Musik auf alten
Instrumenten?
Das ist schon seltener. Doch ist dies nur eine der Besonderheiten
unseres
Konzerts am Freitag, den 7. November 2003, 20:00 Uhr, zu dem wir Sie
herzlich
in den Kirchenraum von Sankt Peter, Jabachstr.1, Köln,
einladen.
"Laberintos"
- "Labyrinthe" - ist das Programm
überschrieben, weil es in mehrfacher Hinsicht labyrinthisch
zugehen
wird und Wir, das Publikum, auf eine verschlungene, verwirrende, aber
auch
poetisch verwunschene Klangreise durch die Musikgeschichte geschickt
werden.
Durch dieses Labyrinth wird uns der Kölner Komponist und
Klang-Köln
Mitglied Stefan Thomas führen, unterstützt von den Musikern
des Ensemble
All'ombra unter solistischer Mitwirkung der Sopranistin Ruth Weber
und der Kölner Blockflötistin Katharina Hess.
Wie in einem richtigen
Labyrinth werden
wir auch auf dieser Klangreise schon bald nicht mehr wissen, ob es
vorwärts
oder rückwärts geht. So zum Beispiel wenn auf Georg
Philipp
Telemanns spätbarocke Triosonate a-moll für Blockflöte,
Violine und Basso Continuo vier Cembalostudien von Stefan Thomas
folgen.
Der nämlich fragte sich bei der Komposition seiner "Four Toys",
was
wohl die experimentierfreudig verspielten Virginalisten der englischen
Renaissance mit einem moderneren Instrument und mit dem Wissen um
zeitgenössische
Satztechniken angestellt hätten. Maki Ishii wiederum stemmt sich
in
seinem Solo für Blockflöte "East-green-spring" verzweifelt
gegen
die barocke Tradition des Instruments und setzt ihr jene seiner
asiatischen
Heimat entgegen.
Solcherart
bizarre Gedankenspiele sind
typisch für die surreale Poesie des Jorge Luis Borges. Ihm hat
Stefan
Thomas mit seinem Liederzyklus "Laberintos" für Sopran,
Blockflöte
und Barockvioline eine gleichermassen betörende wie
verstörende
Hommage gewidmet, in der die labyrinthischen Seelenwindungen der
Dichtung
Borges zum erklingen gebracht werden. Damit hat er ein Werk geschaffen,
dass in die Tradition der geistlichen Kammerkantate gestellt und mit
ihr
konfrontiert werden kann: z.B. mit Telemanns Kantate "Seele lerne dich
erkennen" - ein weiterer Ausflug in das Labyrinth der Seele.
Wer seinen Weg aus dem
Labyrinth nicht
mehr heraus findet, sollte nicht den Kopf verlieren. Mahnend erhebt
unser
Reiseleiter denn auch den Zeigefinger und beschliesst das Konzert mit
"Kopflosigkeiten"
nach Texten von Hermann Hesse, einer weiteren Kammerkantate von Stefan
Thomas für die delikate Besetzung Sopran, Violine und
Kontrabass.
Den Ausgang von Sank Peter werden wir sicher
finden, auch wenn wir gut beraten sind, es nicht allzu eilig damit zu
haben:
einem organisatorischen Missgeschick und der freundlichen
Hilfsbereitschaft
von Sankt Peter verdanken wir es, dass dieses Konzert entgegen
anderslautenden
Vorankündigungen in einem vor Kurzem radikal neugestalteten
gotischen
Kirchenraum stattfinden kann, vor einem Altar nach Entwürfen des
unlängst
verstorbenen Bildhauers Edoardo Chillida. Gotik, moderne funktionale
Innenarchitektur
und zeitgenössische Kunst formen hier ein ästhetisches
Labyrinth,
das in wunderbarer Weise unser Konzertprogramm in den Raum hinein
erweitert
und ergänzt. Ein besseres Missgeschick hätte uns nicht
widerfahren
können und wir danken der Gemeinde Sankt Peter sehr herzlich
für
Ihre Gastfreundschaft!
Näheres
zum Programm erfahren Sie hier.
Oktober-News
2003
Unser nächstes
Konzert wird am Dienstag, den 21. Oktober im Loft,
Wißmannstraße
30 in Köln-Ehrenfeld um 20.30 Uhr stattfinden. Dazu laden wir Sie
herzlich ein !
Vierhändiges
Klavierspiel weckt bei den allermeisten Zuhörern immer noch
Assoziationen
an gepflegte Hausmusik.
Bei unserer
Veranstaltung düften diese Verbindungen höchstwahrscheinlich
nicht hergestellt werden, denn der Pianist, Komponist, und Dirigent Christoph
Maria Wagner, dem regelmäßigen Besucher unserer Konzerte
bestens bekannt, steht durchaus für andere Werte. Da er mit Thomas
Mombaur einen gleichwertigen kompositorischen und pianistischen
Mitstreiter
gefunden hat, darf man auf ein besonderes musikalisches Herrendoppel
gespannt
sein.
Auch die
Werkauswahl,
die neben Kompositionen der beiden Ausführenden Debussys Six
Epigraphes
antiques und Ravels La valse präsentiert, verspricht durchaus
keine
kontemplative Behaglichkeit. Vielmehr darf man auf Stücke gespannt
sein, bei denen die manuellen und klanglichen Möglichkeiten beider
Spieler voll zur Geltung kommen werden.
Näheres
zum Programm erfahren Sie hier.
|